Montag, 2. März 2009
Searching for NZ (7.Bericht)
Auch hier unten bleibt die Zeit nicht stehen und wir "quälen" uns durch den stressigen Alltag von Austauschstudenten, die noch nicht zur Uni müssen.
Die Zeit vertreiben wir uns mit Sightseeing und Feiern. Ist ja nicht so, als ob sich junge Erwachsene in der heutigen Zeit nicht selbst beschäftigen können. Möchte kurz darauf hinweisen, dass ich keinen Fernseher besitze. Also Petzi, bitte schick mir DVD's ;-). Machen daher statt dessen brav Kultur. Ich habe an einem Powhiri teilgenommen, dass ist eine maorische Begrüßungszeremonie und haben einige Informationen zu ihrer Kultur erfahren. Hätten sogar noch mehr erfahren, wenn der gute Herr nicht so genuschelt hätte. War also eher eine "Zeige und Erkläre" und ein "Verstehe nichts" Spiel. Aber er hat auf schöne Schnitzereien gezeigt...
Das ganze wurde im Maorihaus, dem Wharenui, abgehalten, welches für Zeremonien, Versammlungen und zur Lehre genutzt wird.
Zur Begrüßung wird übrigens der Eskimokuss, also das Nasebusseln, ausgetauscht.
Das ganze endete in entspannter Runde und sehr delikatem Fingerfood.
Am nächsten Tag haben wir uns dann zur großen Begrüßungsrunde der neuen Studenten auf dem Civic Square gesellt. Dort waren dann alle Studentenwohnheime, in jeweils gleichfarbigen T-Shirts, vertreten.
War wirklich gut was los und die obligatorischen Schlachtrufe der einzelnen Häuser wurden intoniert. War ein bißchen wie Harry Potter für Arme, denn am Ende gab es noch das "Trimagische Turnier" in Form eines Luftgitarrenwettbewerbs zwischen den einzelnen Häusern. Ansonsten wurden halt die üblichen Begrüßungsfloskeln übermittelt, also nicht ganz so spannend. War aber doch eine sehr heitere Atmosphäre. Sollte man vielleicht ma in Dortmund einführen... .
Danach sind wir dann mit dem Bus, sind alle noch n bisl fußmüde hier, zum Mount Victoria gefahren, um die Aussicht über Wellington zu genießen.
Aber ich kann allen, die einmal nach Wellington fliegen wollen nur empfehlen, guckt euch nicht die Videos bei Youtube bezüglich des Flughafens von Wellington an. Nur ein guter Rat am Rande. Aber ich bin ja auch problemlos angekommen. Muss nur irgendwann wieder zurück, misst...
Wellington ist aufjedenfall für Austauschstudenten doch eine sehr optimale Stadt. Es ist so klein, dass man alle wichtigen Punkte gut erlaufen kann und gerade so groß, dass man genug Abwechslung hat und keine Langeweile aufkommt. In Zahlen gefasst: 253 Bars ;-)
Zudem empfinde ich es als echt super angenehm, dass es doch eine "Großstadt" ist, mit dem Regierungssitz, dem sogenannten Bee- Hive, dem Reichstag im Maßstab 1:10 und mein Campus, der Pipitea Campus, dort sind die ganzen Wirtschaftler, liegt wirklich mitten im Regierungs-, Banken und Wirtschaftszentrum. Das heisst Robert in seinen schniecken Studentenklamotten zwischen den ganzen Businnesmenschen. Das Businnesoutfit ist hier aber auch eher casual. Oft ohne Krawatte und ggf. ein Jacket, je nach Wetter.
Zudem ist die Größe von Wellington sehr angenehm, da man hier jederzeit bekannten Gesichtern in der Stadt über den Weg läuft. So belibt man doch irgendwie ständig in Kontakt und man fühlt sich ja gleich wohler, wenn man bekannten in der Stadt über den Weg läuft.
Mein Staffordhaus bietet wiederum in unterschiedlichen Abständen Veranstaltungen zum social'n an. Daher habe ich mich auf eine kleine Hafentour begeben, die auch sehr nett war. Einfach ein bißchen mit anderen geplauscht und ca.25 verwackelte Bilder gemacht. Deshalb hab ich das gelich 2 mal gemacht.
Zudem war ich auf meinem ersten neuseeländischen Festival. Dem Beerfestival von Liquorland. Dort waren alle möglichen Brauereien aus Neuseeland vertreten, aber auch manche aus dem Rest der Welt. Aus Deutschland war das weltbekannte Kaiserbier vertreten...? Wie es sich für ein Festival gehört war das Wetter natürlich verregnet und die heimischen Kiwis haben entweder Oktoberfesttrachtenimitate oder gleich den Neoprenanzug getragen. War aufjedenfall ne nette Runde und hab wieder ein paar mehr Austauschstudenten kennen gelernt. Und surprise surprise, nicht aus Deutschland! Aus dem exotischen Dänemark!
War dann aufjedenfall eine nette Runde und es wurde natürlich wieder später als geplant. Aber da ich mit ein paar anderen am nächsten Tag zum ersten kleinen Roadtrip aufbrechen wollte war der Abend für mich dann doch früher zu ende. Da ich hier ja altersmäßig des öfteren etwas heraussteche musste ich das Auto mieten, da es für 25jährige günstiger ist. Aufgrund der Lebenserfahrung... Das hieß für mich, dass erste mal Linksverkehr in der Weltmetropole Wellington und auf ins Umland...

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